Da dieser Beitrag etwas ausführlicher ist, haben wir Euch hier Shortcuts erstellt:

Ende 2021 lernte ich über Social Media meine nun sehr gute Freundin Bruni kennen. Durch ähnliche Interessen, Ansichten und Persönlichkeit verstanden wir uns auf Anhieb blendend. Im Privatchat wurde dann schnell klar: Bruni lebt in einer ganz anderen Zeitzone, und zwar in Panama, 12 Flugstunden und 6 – 7 Zeitzonen entfernt.

2024 fingen wir an darüber zu witzeln, dass wir uns eigentlich mal persönlich treffen müssten. Wir hatten es zwischenzeitlich nur geschafft, ein paar Briefe und kleine Pakete über den Ozean zu senden. Im Herbst 2025 habe ich dann all meinen Mut zusammengenommen und gesagt: „Ich buche den Flug jetzt einfach“.

Millennials und ältere Gen Z werden sich sicherlich an die Lektüren zum Thema „Sicherheit im Internet“ erinnern, die man als Jugendlicher erhalten hat. „Gib niemals deinen echten Namen oder deine Adresse bekannt!“ und insbesondere: „Triff dich nicht mit Leuten, die du nur aus dem Internet kennst!“

Ich habe also alle Regeln in den Wind geschlagen und bin allein nach Panama geflogen, zu einer Person, die ich bis dato nur von Chatnachrichten und einigen wenigen Briefen kannte. Ich behaupte jedoch auch, dass ich einen guten Riecher dafür habe, ob jemand „echt“ ist oder nicht. Ich habe mich schon mit einigen Freunden aus dem Internet getroffen, meist Deutsche und aus Nachbarstaaten. Blindes Vertrauen sollte man trotzdem nicht haben – ich habe mir gut überlegt, wie ich die Reise so sicher wie möglich gestalte, und was ich tue, wenn mich niemand am Flughafen abholt, oder jemand anderes auftaucht als erwartet.

Manchmal muss man einfach mutig sein, ansonsten verpasst man viel. 

Ankunft & Panama Stadt

 

Für den Landeanflug auf Panama Stadt hat sich der Fensterplatz echt gelohnt, die Aussicht war atemberaubend. Man fliegt über die Stadt und macht dann über dem Pazifik eine Kehrtwende, um in den Landeanflug auf den Flughafen Tocumen (PTY) zu gehen.
Aus dem Flugzeug kann man sehen, dass das Meer voll ist mit Schiffen. Tanker, Kreuzfahrtschiffe und kleinere Boote liegen oft tagelang vor Anker und warten auf die gebuchte Passage durch den Kanal. Für mich (durch die Wolken) sah es aus wie eine Szene aus Star Wars, wenn die Schiffe nach und nach aus dem Hyperraum springen.

Der nächste WOW-Moment kam dann während der Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt, als die ersten Wolkenkratzer am Horizont auftauchten. Die Stadt ist im Kern eng bebaut, voll mit Autos und Bussen. Platz für Fußgänger, geschweige denn Fahrräder, ist kaum vorhanden. Trotzdem sieht man überall Menschen im Freien sitzen, essen, lachen und feiern. Es ist halt doch irgendwo ein Karibikstaat.

Ein Mietwagen würde ich hier auf keinen Fall empfehlen. Selbst meine Freundin würde hier nicht selbst fahren. Es ist üblich, dass man sich auch für kurze Wege für wenige Dollar einen Uber bestellt. Es gibt Stadtbusse und ein neues Metrosystem, welche wir jedoch nicht ausprobiert haben.

Wichtig: In Panama Stadt sieht man immer wieder alte Schulbusse aus den USA herumfahren, die bunt angestrichen wurden und ebenfalls Leute von A nach B transportieren, meist mit lauter Musik und Partystimmung an Bord. Diese sogenannten „Diablos Rojos“ (rote Teufel) sind eine Art Wahrzeichen der Stadt, kulturell faszinierend und schön anzusehen, jedoch nicht staatlich reguliert und kein sicheres Verkehrsmittel.
Meine Freundin beschrieb diese als „Todesfallen“.

Ich habe mich insgesamt sehr sicher gefühlt. Das liegt einerseits daran, dass ich mit einer Einheimischen unterwegs war, andererseits haben wir ärmere Viertel gemieden und waren fast immer mit dem Auto unterwegs. Laut meiner Freundin ist die Polizei auch sehr rigoros, wenn es um Straftaten gegenüber „Ausländern“ geht, während kleinere Delikte (z.B. Diebstahl) gegen Einheimische kaum verfolgt werden.

Meine Highlights in Panama Stadt:

  • Casco Viejo:
    Die auf einer Halbinsel gelegene Altstadt im spanischen Kolonialstil, heute UNESCO Weltkulturerbe. Hier kann man sich gut zu Fuß bewegen, es gibt viele kleine Läden, Museen, Restaurants und Cafés. Ein beliebtes Fotomotiv ist die „Calle de los Sombreros“ (Hutstraße), über welcher hunderte bunte Hüte aufgehangen wurden.
  • Die Fahrt über den Amador Damm & das Punta Culebra Nature Center
    Der Damm verbindet die Stadt mit drei Inseln, die ca. 3 KM vor der Küste liegen. Es gibt auch einen gut ausgebauten Fahrradweg mit unglaublichen Aussichten. Sonntagsmorgens ist die Straße (und andere in der Stadt!) für schweren Verkehr gesperrt, um den Leuten das Fahrradfahren zu ermöglichen. Im Punta Culebra Nature Center haben wir einige heimische Tiere sehen können, z.B. Frösche, Faultiere, Schmetterlinge, Schildkröten und diverse Vögel. Es gibt auch Aufklärung dazu, wie der Schiffsverkehr vor dem Kanal die Wale und andere Meerestiere beeinträchtigt und einige Lösungsansätze für dieses Problem.
  • Museo de la Mola
    In diesem kleinen Museum werden die traditionellen Näharbeiten der indigenen Kuna ausgestellt und die Historie dieser erläutert. Es handelt sich bei den „Mola“ um aufwändig von Hand aufeinander genähte farbige Stoffe, die bunte Muster, Symbole oder Objekte darstellen. Man kann diese Kunst auch überall an der Straße bei den Kuna-Frauen kaufen, z.B. aufgenäht auf Taschen.

Panama Kanal

 

Wir haben einen privaten Fahrer gebucht, der in einer Chatgruppe mit Mitarbeitern der Miraflores Schleusen ist und uns daher genau zu dem Zeitpunkt hinbringen konnte, als ein Schiff in Anfahrt auf die Schleusen war. Durch unseren super Guide durften wir der YASA Swan, einem Chemie- und Öltanker, beim Passieren zuschauen. Insgesamt sollte man 45 – 60 Minuten einplanen, wenn man die ganze Passage durch die Schleusen sehen möchte.

Es gibt eine Aussichtsplattform, die i.d.R. kein Dach hat, also unbedingt an Hut und Sonnencreme denken. Den Sonnenbrand, den ich mir am Kanal geholt habe, sieht man immer noch.

David & Chiriquí

 

Den Großteil meiner zwei Wochen vor Ort haben wir bei Brunis Familie in der Provinz Chiriquí, dem vulkanischen Bergland nahe Costa Rica, verbracht. Chiriquí ist das agrarwirtschaftliche Herz Panamas und touristisch wegen der üppigen Natur und den milden Temperaturen in den Höhenlagen beliebt, auch für Urlauber aus der Stadt.

Wir sind mit Copa Airlines von Panama Stadt nach David geflogen, dies hat ca. 45 Minuten gedauert und nur um die 60 USD gekostet, auch bei kurzfristiger Buchung. Man kann über die gut ausgebaute Panamericana auch mit dem Auto fahren, jedoch dauert dies dann 7 – 8 Stunden.

Vom Flughafen wurden wir von Brunis Tante abgeholt und sind dann bis Volcán gefahren, eine kleine Stadt in den Bergen. In David war die Luft heiß und drückend, je höher wir gekommen sind, desto angenehmer wurde es. Auch die Natur wurde immer schöner, grüner, satter.

Von Volcán aus haben wir einige Ausflüge gemacht:

  • Boquete:
    Ein touristisch beliebter Ort auf der anderen Seite des Vulkans, mit diversen Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Street Food Shops.
  • Los Ladrillos:
    Unweit von Boquete entfernt, handelt es sich um eine ca. 20 Meter hohe Wand aus sechseckigen Basaltformationen. Es wurden Kletterhaken an der Wand befestigt, man kann einen Guide und Kletterausrüstung buchen.
  • Sitio Barriles:
    Eine archäologische Ausgrabungsstätte westlich von Volcán, mit diversen Fundstücken (gemeißelte Steine und Keramik) aus 500 – 800 n.C. Die Stätte wird nicht von der Regierung reguliert oder geschützt, weswegen es sich anfühlt, als würde man in den Garten einer Privatperson spazieren, was auf gewisse Art auch stimmt. Gegen kleines Geld zeigt einem die Inhaberin die Fundstücke und Ihren Garten, und erklärt auf fließend Englisch und in ständiger Begleitung ihrer Hunde, welche archäologischen Forschungsarbeiten hier von Teams aus Europa und den USA geleistet wurden, und welche Erkenntnisse es gibt. Die Fundstücke, die noch vor Ort sind, stehen in einem Raum offen aus, Vitrinen sucht man vergeblich.
  • Finca Lérida:
    Eine Kaffeefarm inkl. Boutique Hotel & Café in der Nähe von Boquete am Hang des Vulkans. U.a. wird hier Geisha Kaffee angebaut, eine der teuersten Kaffeesorten der Welt. Man kann die Farm auf eigene Faust erkunden.
  • Faldas de Volcan:
    Ein Wildpark am Hang des Vulkans mit atemberaubender Aussicht.
    Der ganze Bereich wirkt prähistorisch, man fängt unterschwellig an, das Thema aus Jurassic Park zu summen. Links und rechts erheben sich urwaldgrüne Berghänge, während die Schneise, auf der man steht, aus kniehohem Gras, dünnen Bäumen und diversen Felsbrocken besteht. Unten am Fuß des Vulkans kann man ganz entfernt die Stadt erkennen.
  • Hotel Dos Rios:
    Ein Hotel am Rande von Volcán mit gutem Restaurant inkl. Außenterrasse und einem schönen, japanisch angehauchten, Garten.
  • Janson’s Coffee House:
    Eine weitere Kaffeefarm inkl. Café, in der Nähe von Volcán. Besonders schön war hier die Aussicht von der Terrasse, und die Blumen um das Café herum. Es gab kreative Getränke, z.B. einen Tee aus der Kaffeefrucht.

Baden am Pazifik

Zwischendurch besuchten wir für zwei Nächte das Las Olas Beach Resort am Playa la Barqueta, ein einfaches und sauberes Strandresort direkt am dunklen Pazifikstrand. Der Sand erhitzt sich tagsüber sehr stark, weswegen man Schuhe benötigt, wenn man hier spazieren möchte. Ins Meer habe ich mich nicht getraut, mir waren die Wellen zu hoch.

Abschied & Rückreise

 

Nach zwei wundervollen Wochen hieß es dann Abschied zu nehmen, von meiner Freundin, ihrer Familie, den Haustieren und diesem schönen Land.

Früh morgens wurde ich nach David gefahren, um erneut mit Copa Airlines nach Panama Stadt zu fliegen. Von dort ging es dann abends und über Nacht weiter mit Condor nach Frankfurt.

Tipp: Über Dayuse habe ich für drei Stunden ein Hotelzimmer im Crown Plaza Panama Airport gebucht (inkl. Shuttletransfer zum und vom Flughafen). So hatte ich während meiner 8 Stunden Umsteigezeit vor dem Langstreckenflug noch die Möglichkeit, mich hinzulegen, zu duschen und im Pool schwimmen zu gehen. Hierfür habe ich nicht mal 50 € bezahlt, das war es auf jeden Fall wert.

In Frankfurt angekommen bekam ich dann sofort den nächsten durchgehenden ICE, und gegen Mittag war ich wieder zuhause. Insgesamt ist diese Reise also absolut reibungslos verlaufen, nicht mal die Bahn hatte Verspätung. Ich Glückspilz.

Tipp: Das Zähneputzen im Flieger bei Langstreckenflügen spare ich mir meistens und ersetze dies durch ein Kaugummi mit ordentlich Minze. Dafür überbrücke ich dann aber die Zeit, die man auf das Gepäck wartet, indem ich mich in einer der Airport Toiletten frisch mache.

Reisezeit

 

Ich habe mich dazu entschieden, Anfang März zu verreisen. Die „beste“ Reisezeit ist in unserem Winter, ca. Dezember – April, dann ist es vor Ort weitestgehend trocken und leicht windig. Warm ist es immer.

In unserem Sommer regnet es in Panama viel, es kann zu Stromausfällen und Problemen der Infrastruktur kommen. Die Regenfälle sind typisch für die Lage in Äquatornähe: Plötzlich und heftig, aber auch schnell wieder vorbei. Während der Regenzeit ist die Landschaft am schönsten, und man kann in den Bergregionen viele Flüsse & Wasserfälle finden, die während meines Besuches leider weitestgehend ausgetrocknet waren.

Flug mit Condor

 

Ich hatte das große Glück, einen Direktflug von Frankfurt nach Panama Stadt mit der Condor buchen zu können – und das in dem neuen Airbus A330neo. Inzwischen gibt es diese Verbindung leider nicht mehr.

Gekostet hat mich das Ganze ca. 800 €, zzgl. 90 € Spende an Atmosfair, für den rechnerischen CO2-Ausgleich.

Der A330neu ist das neuste Flugzeug in der Condor Flotte und verursacht durch hohe Treibstoffeffizient 20 % weniger CO2-Emissionen als andere Flugzeuge auf den gleichen Strecken. (Quelle)

Bemerkenswert fand ich auch, dass Condor auf die Auswahl der Mahlzeit in der Economyklasse verzichtet. Alle Passagiere erhalten das gleiche, vegetarische Essen. Vegane Speisen kann man weiterhin kostenfrei im Voraus anfordern. Mir hat es geschmeckt. Personen, die mehr Hunger haben oder auf Fleisch nicht verzichten möchten, können gegen Aufpreis eine weitere Mahlzeit bestellen.

Besonders gefreut habe ich mich über den riesigen Bildschirm und die Auswahl an Filmen. Mein Hinflug ging über Tag, an Schlaf war nicht zu denken, also habe ich meinen eigenen kleinen Movie-Marathon hingelegt.

Tipp: Wenn ihr allein fliegt, dann reserviert einen Fenster- oder Gangplatz in einer der letzten Reihen (ca. 35 € / Flug). Auf beiden Flügen gab es hinten viele freie Plätze, während vorne alles voll war, und auch mein Nachbarsitz ist auf beiden Strecken frei geblieben.

Tipp: Da mein Flug um 10:30 Uhr startete, habe ich mich für eine Vorübernachtung im Bereich Gateway Gardens entschieden. Von hier aus fährt man nur ca. 8 Minuten mit der S-Bahn zum Terminal 1, zum Terminal 2 kann man auch laufen. Ich kann dies nur empfehlen – Hotels kann man hier ab ca. 70 € buchen, anstatt direkt am Flughafen das Doppelte zu bezahlen.

Einreise & Impfungen

 

Für die Einreise benötigte ich lediglich meinen Reisepass, drei Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig. Ein Visum ist erst ab 90 Tagen Aufenthalt notwendig.

Offiziell muss man „ausreichend finanzielle Mittel“ (z.B. 1000 USD als Kontoauszug) nachweisen können, jedoch wollte dies vor Ort keiner sehen. Die Einreise lief äußerst entspannt ab.

Es sind keine Pflichtimpfungen vorgesehen, wenn man direkt aus Deutschland einreist.
Trotzdem ist es sehr sinnvoll, mindestens gegen Gelbfieber geimpft zu sein und alle Standardimpfungen „up to date“ zu haben. Infos gibt es z.B. beim Tropeninstitut.

Tipp: Die Impfung gegen Denguefieber wird in zwei Dosen verabreicht, zwischen denen 3 Monate liegen müssen, damit diese effektiv ist. Alle anderen Impfungen sind kurzfristiger möglich.

Wissenswertes

 

  • In Panama wird mit US-Dollar bezahlt. Die offizielle Währung ist der Balboa, dieser existiert jedoch nur als Münze und ist 1:1 an den USD-Kurs gekoppelt. Kartenzahlungen sind in den Geschäften in Panama Stadt gut möglich, auf Märkten und auf dem Land sollte man Bargeld dabeihaben. Importwaren sind in Panama recht teuer, lokale Waren und Dienstleistungen sind günstig. Tipp: Ich habe mir für meine Reise ein kostenfreies Bankkonto bei Revolut angelegt. Die Neobank ermöglichte es mir, meine Eurobeträge zum tagesaktuellen Börsenpreis in US-Dollar umzuwandeln, ohne eine hohe Gebühr hierfür bezahlen zu müssen. Vor Ort konnte ich mit der Revolut Karte dann ohne Auslandseinsatzentgelt bezahlen und Geld abheben.
  • Da mein Handy nicht eSIM-fähig ist, habe ich mir vor Ort eine Prepaid SIM-Karte gekauft. Dies ist am Flughafen an diversen Automaten möglich, auf Empfehlung von Bruni haben wir dies allerding in einem Shoppingcenter in der Stadt erledigt, da dies wesentlich günstiger war. Zwei Wochen uneingeschränkte Datennutzung haben mich ca. 30 € gekostet, inkl. Einrichtung durch die netten Mitarbeiter des Technikladens.
  • Panama benutzt US-Steckdosen (Typ A & B). Man sollte also einen Adapter mitbringen.
  • Die Amtssprache ist Spanisch, in Panama Stadt und in den touristischen Gebieten sprechen die meisten Leute jedoch auch fließend Englisch. Auf dem Land und bei geplanten Besuchen in landestypischen Unterkünften / Restaurants sollte man sich grundlegend auf Spanisch verständigen können.
  • Das Land ist kulturell stark von den USA beeinflusst, weswegen man in Panama Stadt große, klimatisierte Malls mit bekannten US-Chains wie Dairy Queen, Pizza Hut, Taco Bell oder Quiznos finden kann. Panama ist beliebt bei Rentnern aus den USA, die sich aufgrund der niedrigen Preise und angenehmen Temperaturen hier niederlassen. Auch junge Backpacker und Touristen aus den USA und Kanada trifft man häufig.

Fun Facts

 

Kennen die Leute aus Panama eigentlich Janosch? Nein. Zumindest nicht die Personen, mit denen ich gesprochen habe. Die Freude war allerdings groß, als ich erzählte, dass „Panama“ in Deutschland ein Begriff ist, der mit Freundschaft, dem Paradies und seit Neustem auch sicheren Zufluchtsorten („Wo geht’s nach Panama?“) verbunden wird.

Das Tempolimit auf den meisten weniger ausgebauten Straßen ist 40 Km/h. Auf den großen Landstraßen sind es 80 Km/h. Das mag vielen Deutschen gering erscheinen, und den Leuten vor Ort scheinbar auch, denn es wird konsequent mindestens 20 Km/h schneller gefahren, als erlaubt. Vor Polizeikontrollen warnt man sich gegenseitig per App (Waze).

Wo wir gerade bei der Polizei sind: Die überall zu findenden länglichen Temposchwellen werden scherzhaft als „policías muertos,” also “tote Polizisten” bezeichnet.

Fazit

Panama ist meines Erachtens auf jeden Fall einen Besuch wert, insbesondere für erfahrene Reisende, die ein weniger touristisches Zielgebiet suchen, ggfs. etwas Spanisch sprechen können und in Ihrem Urlaub keinen großen Luxus benötigen.

Personen mit weniger Reiseerfahrung und höheren Komfortansprüchen würde ich eine Reise in der Gruppe empfehlen.

Auch ein Stopover in Panama Stadt oder ein Besuch des Landes in Kombination mit anderen mittel- & südamerikanischen Ländern ist sicherlich empfehlenswert.

Mein großes Glück war, einen Local zu haben, die mir ihr eigenes Land gezeigt hat. Sowas ist echt unersetzlich. Wer, anders als ich in diesem Fall, keine spontanen Internetfreundschaften fürs Leben geschlossen hat, kann natürlich auch einen Guide buchen.

Es ist obligatorisch, an dieser Stelle nochmal Janosch zu zitieren:

„Wenn man einen Freund hat, […] braucht man sich vor nichts zu fürchten.“

Du möchtest mehr zu Panama wissen oder sogar deine eigene Reise planen?

Larissa triffst du im FAIRWEG Reisebüro Göttingen an!

Und bis dahin: „Wenn man den Weg nicht weiß, braucht man zuerst einen Wegweiser.“ (Zitat: Janosch)