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	<title>KLIMA &amp; CO2 Archives - FAIRWEG</title>
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	<title>KLIMA &amp; CO2 Archives - FAIRWEG</title>
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		<title>Ist die CO₂ Kompensation von Flugreisen sinnvoll?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mark]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Oct 2023 08:04:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FAIR & ÖKOLOGISCH]]></category>
		<category><![CDATA[KLIMA & CO2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema CO₂-Kompensation von Flügen wird viel diskutiert. Es gibt sowohl Befürworter als auch Kritiker. Letztere sind natürlich unter den Klimawandelleugnern, aber auch unter den Klimaschützern zu finden.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="has-drop-cap">In letzter Zeit fällt immer häufiger der Begriff CO₂-Kompensation, wenn es um das Thema Fliegen geht. Gleichzeitig gibt es auch zunehmend kritische Stimmen zu dem Thema. Es ist hier beispielsweise von Ablasshandel und Greenwashing die Rede.</p>
<p>Das ist zunächst mal eine gute Entwicklung, denn so erhält diese Form des Ausgleichs von Emissionen mehr Aufmerksamkeit. Negativ ist daran, dass einige Leute nur die Überschriften der Beiträge dazu lesen. Gerne werden in den Artikeln dann auch Dinge, die eigentlich eine getrennte Betrachtung verdienen, in einen Topf geworfen.</p>
<p>Nicht überraschend gehen die Meinungen über den Sinn eines solchen Ausgleichs daher auch weit auseinander. Einige Stimmen sehen die CO₂-Kompensation sogar kritisch oder lehnen sie grundsätzlich ab. Dies gilt natürlich für die Seite der Klimawandelleugner, aber etwas überraschend auch für einige Klimaschützer.</p>
<p>Die Argumente der ersten Gruppe sind recht schnell zusammengefasst, denn wenn es keinen Klimawandel gibt, ist auch die Kompensation klimaschädlicher Emissionen überflüssig. Es gibt aber eben auch differenziertere Kritik, die sicherlich auch in einigen Punkten berechtigt ist.</p>
<p>Höchste Zeit also, sich mit dem Thema CO₂ Kompensation im FAIRWEG Blog auseinanderzusetzen. Schließlich reden wir auf unserem Reiseportal ja auch ständig davon und wir bieten die Kompensation bei jeder gebuchten Reise, die einen Flug enthält, automatisch mit an.</p>
<h3><strong>Bäume pflanzen als CO₂-Kompensation &#8211; eine gute Idee?</strong></h3>
<p>Der Shell Konzern hat vor einiger Zeit mit dem Slogan „Mache einen Unterschied, fahre CO₂-neutral.“ die Debatte über die CO₂-Kompensationen befeuert. Kurz zusammengefasst soll man, indem man beim Tanken einen Zusatzbetrag von 1,1 Cent pro Liter zahlt, CO₂-neutral fahren. Das zusätzlich gezahlte Geld fließt nämlich in Aufforstungsprojekte.</p>
<p>Wir wollen hier nicht zu tief in die Debatte einsteigen, aber auf die grundsätzlichen Probleme hinweisen. Zunächst einmal geht es bei der CO₂-Kompensation darum, nicht vermeidbare Emissionen auszugleichen. An erster Stelle stehen also immer der Verzicht oder die Nutzung von klimafreundlichen Alternativen. Sie soll eben kein Freifahrtschein für ein „weiter so wie bisher“ sein. Genau dies suggeriert aber die Shell Kampagne. Dass es vielleicht besser wäre, das Auto häufiger stehenzulassen und z. B. das Fahrrad oder die Bahn zu nehmen, verschweigt sie.</p>
<p>Abgesehen davon ist das Thema Bäume pflanzen für eine Kompensation durchaus umstritten. Bäume sparen bekanntermaßen CO₂ ein und sie sind somit sehr wichtig im Kampf gegen den Klimawandel. Aufforstungsprojekte sind somit durchaus sinnvoll. Allerdings dauert es sehr lange, bis neu gepflanzte Bäume einen Beitrag zur Senkung der Emissionen leisten.</p>
<p>Es ist auch nicht gesichert, dass sie dies langfristig tun, denn es kann in der Zwischenzeit viel passieren (Brände, Schädlingsbefall, illegale Abholzung etc.). Aufforstungsprojekte sind daher eher ungeeignet für die Kompensation jetzt anfallender Emissionen. Abgesehen davon bedürfen sie sehr genauer Richtlinien und Kontrollen.</p>
<p>Es gäbe noch viele weitere Punkte, die man in diesem Zusammenhang anführen könnte. Festhalten können wir aber, dass die Kritik in einigen Punkten berechtigt ist. Die meisten Anbieter von CO₂-Kompensationen verzichten daher auf solche Maßnahmen oder setzen sie nur ein, wenn mit der Aufforstung weiterer Nutzen verbunden ist (z. B. Schutz vor Überschwemmungen).</p>
<p><strong>Zusammengefasst geht es bei der Kompensation also darum, die entstandenen, unvermeidbaren Emissionen durch Maßnahmen, die möglichst zeitnah wirken und deren Nutzen wissenschaftlich belegt ist, auszugleichen.</strong></p>
<h3><strong>Wie kompensiere ich die Emissionen meines Fluges sinnvoll?</strong></h3>
<p>Schauen wir uns also die CO₂-Kompensation bei Flugreisen genauer an. Zunächst einmal steht auch hier die Frage nach der Unvermeidbarkeit. Diese muss jeder von uns Reisenden für sich selber anhand der Optionen Verzicht und Nutzung von Alternativen abwägen. Ist es beispielsweise unvermeidbar, dass man für ein Shopping-Wochenende in New York in den Flieger steigt? Und bietet die Bahn tatsächlich keine bequeme Alternative zum Flug von Frankfurt nach Berlin?</p>
<p>Schließt man Flugreisen nach diesem Abwägungsprozess nicht grundsätzlich aus, bietet die CO₂-Kompensation die Möglichkeit zum Ausgleich. Dabei geht es übrigens nicht nur um das CO₂, sondern um den Ausgleich der gesamten Klimawirkung. Neben CO₂ entstehen nämlich weitere Schadstoffe (Non-CO₂-Effekte).</p>
<p>Das Ziel einer sinnvollen Kompensation muss daher sein, die gesamte Klimawirkung des Fluges durch eine Einsparung klimaschädlicher Emissionen auszugleichen. Dafür wird zunächst die Klimawirkung möglichst genau berechnet. Die Basis für diese Berechnung bilden anerkannte klimawissenschaftliche Erkenntnisse zusammen mit Daten aus dem Flugverkehr und dem Flugzeugbau.</p>
<p>Mithilfe dieser Daten lässt sich die Klimawirkung jedes Fluges pro Passagier ermitteln. Klimaschutzorganisationen wie atmosfair, deren Kompensationsrechner wir bei FAIRWEG nutzen, führen diese Berechnungen durch. atmosfair kalkuliert gleichzeitig auch die Kosten für einen entsprechenden Ausgleich.</p>
<p>Diese freiwillig von Reisenden gezahlten Beträge fließen in konkrete, nachhaltige Energieprojekte weltweit. Im Falle von atmosfair überwacht die Organisation auch die Umsetzung vor Ort. Zusätzlich werden regelmäßig unabhängigen Prüfungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die höchsten internationalen <a href="https://www.atmosfair.de/de/standards/" target="_blank" rel="noopener">Standards</a> erfüllt werden. Dies gilt insbesondere beim Thema Transparenz.</p>
<h3><strong>Eine sinnvolle CO₂-Kompensation von Flügen schafft einen Zusatznutzen </strong></h3>
<p>Es geht bei seriösen Anbietern also um die Umsetzung konkreter Maßnahmen und nicht um den Kauf von CO₂-Zertifikaten, deren Handel berechtigterweise in der Kritik steht. Im Vordergrund steht dabei die Schaffung eines Zusatznutzens. Damit ist gemeint, dass die geförderten Projekte dazu beitragen, etwas zu realisieren, was sonst nicht entstanden wäre.</p>
<p>Ein Windpark in Norddeutschland, der mit Fördermitteln unterstützt wird und von der EEG-Umlage profitiert, fällt beispielsweise nicht in diese Kategorie. Er würde nämlich sehr sicher auch ohne die Spenden von Flugreisenden gebaut werden. Somit würde der Beitrag, den man mit seiner Spende leistet, für keine zusätzliche Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen sorgen.</p>
<p>Anders sieht es allerdings aus, wenn man mit dem Beitrag beispielsweise kleine Biogasanlagen in Nepal baut. Diese werden statt mit Holz aus den umliegenden Wäldern, mit Dung betrieben und sorgen damit nicht nur für CO₂ Einsparungen, sondern auch für die Bewahrung der bedrohten Natur. Es wird also ein Zusatznutzen geschaffen, denn das Projekt wäre ohne die Beträge aus der CO₂-Kompensation nicht realisiert worden.</p>
<h3><strong>Der entscheidende Unterschied zum Ablasshandel</strong></h3>
<p>Die CO₂-Kompensation über einen seriösen Anbieter unterscheidet sich also grundlegend vom gerne zitierten Ablasshandel. Das Geld fließt nämlich nicht in fragwürdige Kanäle, sondern in konkrete Projekte, die nicht nur für das Klima, sondern auch für Menschen in betroffenen Regionen einen Nutzen haben. Die entsprechenden Maßnahmen sind transparent, erfüllen nachvollziehbare Standards und es gibt eine Kontrolle von unabhängiger Seite.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass für die Erreichung der Klimaziele bis 2030 die freiwilligen Maßnahmen um das 15-fache gegenüber 2020 gesteigert werden müssen (Quelle: <a href="https://www.iif.com/tsvcm" target="_blank" rel="noopener">Taskforce on Scaling Voluntary Carbon Markets</a>), ist die CO₂-Kompensation sicherlich eines der Mittel, die dazu beitragen können, dieses Ziel zu erreichen.</p>
<p>Es gibt also keinen wirklichen Grund, sie für die eigene Flugreise abzulehnen, denn so viel ist sicher: Die CO₂-Kompensation über einen seriösen Anbieter nicht zu machen, solange es keine verfügbaren Alternativen zum Fliegen mit fossilen Brennstoffen gibt, wird die Klimawirkung deiner Reise in keinem Fall verbessern. Bei den nachhaltigen Reisen, die du bei FAIRWEG buchen kannst, berechnen wir daher automatisch den fälligen Kompensationsbetrag und bieten dir die <strong><a href="https://fairweg.de/co2-kompensation-flug/">CO₂-Kompensation</a></strong> in Kooperation mit atmosfair an.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Was der Plastikmüll in den Meeren mit dem Klimawandel zu tun hat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mark]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2022 15:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KLIMA & CO2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei meinem letzten Besuch auf Fuerteventura habe ich neben einiger unserer Partnerhotels selbstverständlich auch die Insel selber erkundet. Ich kenne sie zwar von vorherigen Aufenthalten, entdecke aber immer wieder neue Dinge. Als Wassersportler bin ich sehr gerne im Norden der Insel unterwegs. Zu meinen Lieblingsorten gehören hier die Buchten und Strände von El Hierro und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Bei meinem letzten Besuch auf Fuerteventura habe ich neben einiger unserer Partnerhotels selbstverständlich auch die Insel selber erkundet. Ich kenne sie zwar von vorherigen Aufenthalten, entdecke aber immer wieder neue Dinge. Als Wassersportler bin ich sehr gerne im Norden der Insel unterwegs. Zu meinen Lieblingsorten gehören hier die Buchten und Strände von El Hierro und Majanicho. Gut, Majanicho als Strand zu bezeichnen, ist vielleicht etwas übertrieben. Es ist eher eine von vulkanischen Felsen geprägte, steinige Bucht mit ein paar sehr kleinen sandigen Plätzen. Eher nichts für Strandliebhaber, aber für Surfer ein kleines Paradies.</p>



<p>In diesem Paradies, das aufgrund eines fehlenden Strandes, eher nicht auf der Bucketlist der meisten Reisenden steht, sind mir in den letzten Jahren zunehmend Veränderungen aufgefallen. So hat hier das sehr engagierte <a href="https://cleanoceanproject.org/" target="_blank" rel="noopener">Clean Ocean Project</a> Sammelbehälter aufgestellt. In diese kann man angeschwemmten Müll aus dem Meer werfen. Davon gibt es tatsächlich immer mehr und die Behälter sind eigentlich immer voll. Wie für viele andere Wassersportler ist für mich das Aufsammeln von angeschwemmtem Müll selbstverständlich. Es ist natürlich nur ein kleiner Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, aber sicher besser, als das Zeug liegenzulassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-der-plastikmull-im-meer-zerfallt-in-immer-kleinere-einheiten">Der Plastikmüll im Meer zerfällt in immer kleinere Einheiten</h3>



<p>Was mich in den letzten Jahren aber mehr und mehr beunruhigt, sind die vielen Teile, die sich nicht mehr aufsammeln lassen. Schaut man nämlich einmal etwas genauer zwischen die Steine in Majanicho erkennt man genau das, vor dem Forscher und Aktivisten schon lange warnen. Der Müll, vor allen Dingen das Plastik, zerfällt in immer kleinere Einheiten, die das Aufsammeln zu einer unmöglichen Aufgabe machen. Falls jemand ein gutes Beispiel für das Überschreiten eines Kipppunktes sucht, werden hier alle Fragen sehr anschaulich beantwortet.</p>



<h6 class="wp-block-heading" style="text-align: right;"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-479056" src="https://fairweg.de/wp-content/uploads/2022/08/plastikmuell-in-majanicho-auf-fuerteventura.jpg" alt="Plastikmuell in Majanicho auf Fuerteventura" width="100%" height="100%" /> Kleinteiliger Plastikmüll in Majanicho auf Fuerteventura</h6>



<p>Ich bin natürlich nicht der Einzige, dem diese Entwicklung aufgefallen ist. Spricht man mit anderen Leuten, die häufig an den Stränden auf Fuerteventura unterwegs sind, stößt man auf die einhellige Meinung, dass hier gerade etwas aus dem Ruder läuft.</p>



<p>Auch die meisten unserer <a href="https://fairweg.de/search-hotel-full-map/?location_id=11027&amp;location_name=Fuerteventura" target="_blank" rel="noopener">nachhaltigen Hotels auf Fuerteventura</a> haben das Problem längst erkannt und wichtige Schritte eingeleitet, um Abfall zu vermeiden, zu recyceln und um auf Plastik so weit wie möglich zu verzichten. Es macht also Sinn, für den nächsten Urlaub eine Unterkunft zu wählen, die entsprechende Maßnahmen getroffen hat. Überall auf der Insel gibt es inzwischen Initiativen, die für das Thema Plastik sensibilisieren. Viele Bars und Restaurants verzichten daher mittlerweile auf Einwegplastik. Das ist auch sicher nur ein kleiner Beitrag, aber er sensibilisiert für das Thema und fördert das Umdenken in vielen anderen Bereichen.</p>



<p>Wahr ist aber leider auch, dass nur ein kleiner Teil der Verantwortung auf den Kanarischen Inseln liegt. Der Großteil des Mülls und des Plastiks stammt nämlich gar nicht von hier. Um die Teile, die ich in den letzten Jahren eingesammelt habe, ihren ursprünglichen Besitzern zurückzugeben, hätte ich ziemlich sicher ein Around The World Ticket benötigt. Es ist also ähnlich wie beim Klimawandel. Inselstaaten in Ozeanien können ihren CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren und damit einen Beitrag leisten. Vor dem Untergang durch den steigenden Meeresspiegel werden diese Maßnahmen sie aber dennoch nicht bewahren. Dazu müssten die großen Klimasünder, zu denen auch wir gehören, endlich nachhaltiger handeln.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-beim-mull-in-den-ozeanen-ist-die-einigkeit-gross-und-das-leugnen-schwierig">Beim Müll in den Ozeanen ist die Einigkeit groß und das Leugnen schwierig</h3>



<p>Aber zurück zu unseren Ozeanen. Grundsätzlich waren die Meere natürlich nie dafür gedacht, unser großer Abfalleimer zu werden. Solange wie sich unser Müll aber überwiegend auf organisches Material beschränkte und die Menschheit sich nicht explosionsartig vermehrte, konnten sie das aber verkraften. Durch die Industrialisierung und die damit verbundene Entwicklung neuer Stoffe änderte sich dies aber. Für Schwermetalle, Chemikalien und das deutlich sichtbarere Plastik sind sie nicht der richtige Speicherplatz.</p>



<p>In Kombination mit einem explosionsartigen Wachstum der Weltbevölkerung hat sich daraus ein existenzielles Problem für uns alles ergeben. Denn das, was in die Meeren eingeleitet wird, landet auf verschiedenen Wegen wieder bei uns und sehr wahrscheinlich auch in uns. Die verschmutzen Strände voller Plastikteilchen sind ein sehr sichtbarer Hinweis darauf. Weniger sichtbar, aber sicher nicht weniger alarmierend ist das Mikroplastik, welches durch die Lebewesen im Ozean aufgenommen wird. Über unsere Nahrung landet es nämlich auf unseren Tellern und in unseren Mägen. Was es in uns anrichtet, lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen. Dass es unserer Gesundheit zuträglich ist, werden aber nur sehr wenige für wahrscheinlich halten.</p>



<p>Überhaupt ist es interessant, welche Einigkeit bei dem Thema Plastik in den Ozeanen herrscht. Die Sichtbarkeit des Problems ist einfach zu groß, als dass man es leugnen könnte. Die Effekte auf unsere Umwelt und auf uns sind zwar noch nicht bis ins letzte Detail bewiesen, dennoch findet sich in keinem mir bekannten Parteiprogramm der Aufruf, bitte mehr Einwegplastik zu nutzen und nach Möglichkeit alles in den Ozean zu werfen, weil alles andere unseren Wohlstand bedrohen würde.</p>



<p>Geht doch, könnte man also sagen &#8211; fast alle sind sich einig und somit packen wir das Problem an und lösen es. Ganz so einfach ist es wohl aber leider nicht, denn unsere liebgewonnen Gewohnheiten zu ändern fällt uns dann doch schwerer als gedacht. Dies zumindest, wenn nicht die richtigen Anreize gesetzt werden. Unsere Partnerhotels auf Fuerteventura, das Clean Ocean Project und viele weitere Initiativen auf der Insel gehen da schon in eine sehr gute Richtung.</p>



<h6 class="wp-block-heading" style="text-align: right;"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-479057" src="https://fairweg.de/wp-content/uploads/2022/08/container-des-clean-ocean-projects-auf-fuerteventura.jpg" alt="Container des Clean Ocean Projects auf Fuerteventura" width="100%" height="100%" /> Container des Clean Ocean Projects für Müll aus dem Meer</h6>



<p>Anders sieht es aber beispielsweise bei der größten Supermarktkette der Kanaren aus. Hier wurden den Kunden seit dem letzten Jahr sowohl Plastiktüten als auch Papiertüten an der Kasse angeboten. Dass die Papiertüten doppelt so teuer waren, ließ den Absatz wohl gegen null gehen. Bei meinem Besuch in diesem Jahr gab es jedenfalls nur noch die Plastikversion. Diese soll immerhin zu 100 % aus Recyclingmaterial stammen, was den Ozeanen, in denen es landen wird, am Ende aber auch wohl egal sein wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-und-was-hat-das-mit-dem-klimawandel-zu-tun">Und was hat das mit dem Klimawandel zu tun?</h3>



<p>Ich möchte jetzt aber nicht den Fehler machen und zu lange mit dem Finger auf andere zeigen. Denn wir alle können uns sicherlich, was unseren Umgang mit Plastik und anderen Dingen, die wir täglich verschwenden angeht, an die eigene Nase fassen. Auch möchte ich nicht den Fehler machen, die Probleme unserer Ozeane vom übergeordneten Problem des Klimawandels zu trennen. Die Ozeane sind zwar ein wichtiger, aber eben auch nur ein Teil des großen Kreislaufsystems unseres Planeten. Überfordern wir diesen Teil des Systems, hat dies natürlich auf den gesamten Kreislauf Auswirkungen. Unsere Ozeane haben in ihrer Gesamtheit großen Einfluss aus unser Klima, genauso wie das Klima die Ozeane beeinflusst.</p>



<p>Auch diese wechselseitige Beziehung wird in keinem mir bekannten Parteiprogramm infrage gestellt. Und dennoch wird der Einfluss der Menschheit auf den Klimawandel geleugnet. Wenn wir in diesem Zusammenhang das Plastikproblem betrachten, könnte es vielleicht einfach daran liegen, dass wir die Zunahme des CO₂ in unserer Atmosphäre nicht sehen können. Wäre es so offensichtlich wie beim Müll in den Meeren, würde es &#8222;Klimaleugnern&#8220; deutlich schwerer fallen, ihre Thesen zu verbreiten.</p>



<p>Allen Zweiflern sei daher der Blick auf die Bilder aus Fuerteventura empfohlen. Dort sehen wir das Ergebnis einer jahrzehntelangen Überforderung eines Ökosystems. Irgendwann wird der Punkt erreicht, an dem etwas unwiderruflich kippt und wir die Folgen hautnah zu spüren bekommen. Warum es sich mit dem CO₂ und anderen Stoffen, die wir seit Jahrzehnten in unserer Atmosphäre abladen, anders verhalten soll, ist daher eine berechtigte Frage. Genauso wie wir hinterfragen sollten, ob es wirklich für unseren Wohlstand wichtig ist, alles so weiterzumachen wie bisher. Auch hier kann das kleine Beispiel von Fuerteventura vielleicht als Augenöffner dienen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-let-s-change">Let&#8217;s change!</h3>
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